Donnerstag, 13. März 2014

Was kann ein Literaturinstitut leisten?

Heute ist in der Zeit der Artikel "Literaturinstitute: "Schreiben, ohne es zu lernen, ist nicht möglich"" von Anne Fromm erschienen.
Anne Fromm hat mit sieben Studenten gesprochen, die an Deutschen Literaturinstituten gesprochen, was ein Studium dort leistet und leisten kann, und was eben nicht.

Diese Schreibschulen können, wenn ich das so zusammenfassen darf, den Absolventen ein gutes Handwerk beibringen, Kontakte in die Literaturszene ermöglich, Zeit für das Schreiben und den Austausch mit anderen Studenten. Oft genug finden die Studenten in ihren Dozenten Mentoren.

Einen eigenen Stil kann aber kein Institut einem Studenten beibringen. Denn dieser erwächst irgendwann aus den persönlichen Entscheidungen- nur sorgt der ständige Austausch halt auch für einen Abfärbeeffekt, indem man lieber auf Bekanntes zurückgreift, bei dem man sicher ist, dass es funktioniert.

Hier noch einmal der Auslöseartikel zur gesamten Debatte "Lassen sie mich durch, ich bin ein Arztsohn" von Florian Kessler. Kessler geht davon aus, dass sie gesamte deutsche Gegenwartsliteratur brav und konformistisch ist, da die Schüler alle aus der Mittelschicht kommen und nur ihren mediokren Probleme beschreiben.

Kommentare:

WindspriteMüsli hat gesagt…

Michael Ende hat einfach losgeschrieben. Und Jim Knopf war nur eine absurde Geschichte. Aber Momo? Als Michael Ende das geschrieben hatte, hat er schon mehr Ahnung gehabt. Vielleicht kommt es also auch darauf an, ob man einem Autoren einfach eine Chance gibt.

Thomas "Bluomo" Roeder hat gesagt…

Die Erwartungen an das DLL und die anderen Orte, an denen das literarische Schreiben gelehrt wird, sind enorm. Das Feuilleton geht davon aus, dass dort die neuen, großen Autoren ausgebildet werden. Dieses Versprechen, dass letztlich durch die Gründung ausgelöst wurde, kann aber nicht eingelöst werden.
Keine Ausbildung kann einen Menschen zu einem großen Mensch/ Autoren machen....

Was das DLL und die anderen leisten können, ist aber die Ausbildung von Autoren zu verbessern- und so eine Grundlage legen, dass ein Autor schneller Fortschritte macht.

Und zu Michael Ende möchte ich dir widersprechen: Jim Knopf ist keine absurde Geschichte, siehe Frau Voss über (siehe dieser Artikel www.faz.net/aktuell/wissen/darwin/wirkung/darwin-jahr-2009-jim-knopf-rettet-die-evolutionstheorie-1741253.html")"Darwin-Jahr 2009: Jim Knopf rettet die Evolutionstheorie".
Und Michael Ende war einfach ein begnadeter Erzähler und hat so viele kluge Gedanken in wunderbare Geschichten verwandelt