Dienstag, 25. Oktober 2011

Recherche

Für mein kleines Romanexperiment aus dem letzten Jahr recherchiere ich gerade ein wenig. Denn es gibt da einen Ort, unweit von meinem Heimatort, an dem sich viele Geschichtslinien kreuzen. Im frühen Mittelalter lag dieser Ort außerhalb der eigentlichen Stadtmauern Kölns und war ein Leprahaus (mit einer ganz eigenen Geschichte als Leprahausversteck einer Diebesbande "Die großen Siechenbande"), dort gab es einen Richtplatz (ein Rondell auf dem Rabenstein (einem anderen Namen für Melaten) indem auch einige Hexen hingerichtet wurden. 1767 entstand dann ein Zucht- und Arbeitshaus und im Rahmen der napoleonischen Besetzung Kölns der Melatenfriedhof, an dem viele berühmte Kölner und Nichtkölner ihr Grab gefunden haben: von der "Königin der Roma", über die Farinas (Kölnisch Wasser), Politikern, Malern, Schriftstellern (wie Konsalik, Irmgard Keun und Jon Sveinsson) bis hin zu den großen Sammlern und vielen anderen Kölner Prominenten.
Eine ganze Menge Stoff für einen Roman wie den meinen, an einem Ort, der über eine ganz eigene Schönheit verfügt:
"Transi Non Sine Votis Mox Noster"- Geh nicht vorbei ohne fromme Gebete zu sprechen, Du, der bald einer der Unsrigen sein wird.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das Haus der Gedanken

Jeder Mensch, und das sind wir Autoren auch, braucht ein bestimmtes Umfeld, um kreativ arbeiten zu können. Was bei vielen Vertretern der Zunft zu den schröcklichsten Ritualen führt, um die eigene Kreativität anzuregen- bei mir immer wieder zu anderen Ritualen. Denn Aberglaube gehört zum Zaubern nun einmal dazu.
Nach knapp einem halben Jahr habe ich nun das erste Mal wieder mein Arbeitszimmer... und ich habe meine gesamten Bücher, und einen Raum für mich selbst- siehe V. Woolfs Ausführungen dazu. Denn ich brauche eine besonderen Ort, an dem die Ablenkungen keinen Raum haben. An dem es eine ganze Menge Inspiration gibt und an dem ich alle Dinge ansammeln kann, die ich für meine Rituale brauche. Wichtig ist es auch die lange Liste der Dinge, die unbedingt zu erledigen sind, sich langsam abbaut. Denn inzwischen ist die Sanierung des Hauses recht ordentlich fortgeschritten und es ist wieder Zeit für anderes da.

Ich werde mich also bemühen den Blog wieder regelmäßig mit den Gedanken zu füllen, die ich nun wieder Zeit habe zu denken. Und werde wieder beim Schreiben reflektieren und im Haus meiner Gedanken spiegeln, Aber wichtig ist vor allem das Schreiben...