Montag, 18. Juli 2011

Selbstdefinition

In den letzten Monaten habe ich mir viele Fragen gestellt, die nicht immer schmeichelhaft für mich waren. Welche Bedeutung hat das Schreiben für mein Leben und auch für mein Berufsleben? Was möchte und was kann ich mit dem Schreiben erreichen? Welche Texte will und werde ich schreiben? Warum finde ich gerade keine Zeit zu schreiben.

Eine wichtige Erfahrung als Schriftsteller (oder wie man sich auch immer bezeichnen möchte) ist, dass man sich nur so bezeichnen kann, wenn man schreibt. Verhinderte Schriftsteller sind keine Schriftsteller. Schreiben braucht Zeit und Muße... bei mir zumindest.
Was ich erreichen kann, kann ich einerseits wunderbar beurteilen, gleichzeitig aber auch nicht. Weshalb ich schon seit Monaten bei einer sehr wichtigen Frage für mich nicht weiterkomme. Und irgendwie bräuchte ich dazu Zeit und ein wenig Geld, um eine Antwort wirklich beim Schreiben finden zu können. Nun, man sucht immer das, was man nicht hat...
Wenn sich das alles ein wenig kryptisch anhört, für mich ist es ein Krypttext, den ich letztlich noch nicht wirklich entschlüsseln kann. Ein wenig Mut fehlt mir, ein wenig Konsequenz und Zeit halt...

Montag, 4. Juli 2011

Eine weitere Zwischenmeldung

Der Umzug ist immer noch in vollem Gange. Das Wohnzimmer und das improvisierte Arbeitszimmer sind fertig, aber überall stehen noch Kisten und Möbel im Weg rum. Schließlich ist so ein Umzug letztlich etwas archaisches und auf eine befremdende Art schwer verstörend. Denn alle Dinge in unserem Leben und unserem Kopf müssen nun einen anderen Ort finden. Nun, in meinem Alter dauert das halt einen Moment.
Seit zwei Tagen habe ich auch nun Internet... natürlich nicht über den deutschlandbekannten Anbieter mit dieser komischen Modefarbe, der gerade dafür Werbung macht, dass seine Mitarbeiter auch in anderen Bereichen gefördert werden. Denn dieser Anbieter hat es in 9 Wochen nur geschafft mich langsam und systematisch zur Verzweiflung zu bringen. Auf die gleichen Fragen gibt es jedes Mal eine andere Antwort, Versprechen und Zusagen werden manchmal eingehalten und auf Wut und Ärger reagiert man sehr professionell- nur auf den Rest halt nicht. Ein Ratschlag an alle: Man kann ein Behördenschild abschrauben, aber eine Behörde bekommt man einfach nicht so leicht aus den Köpfen hinaus.
Ansonsten arbeite ich intensiv in meinem Brotjob und komme eigentlich neben Kleinigkeiten am Umzug zu gar nichts. Denn dieser Job ist ein Zeitfresser....
Und dann ist da der Behördenkram, ein kleiner Yorkshireterrier, der sich beim Fallen auf die Zunge beisst, bevor er sich Streit mit einem riesenhaften Köter sucht, ein Autokauf, eine Urlaubsplanung (endlich Ferien....) und die leise klopfende Hoffnung, dass irgendwann das Schreiben wieder seine Zeit hat, haben muss.