Freitag, 31. Juli 2009

Körperliche Erschöpfung

Wenn man seit einigen Wochen täglich sehr viele Stunden körperlich arbeitet, mit den sorgsam gepflegten Studenten- und Schriftstellerhänden, dann werden nicht nur die Handflächen etwas rau, die Arme etwas breiter und die Haare etwas mit Staub und Farbe grauer. Irgendwie kann man dann auch auf eine besondere Art komatös schlafen und sich in seine Figuren träumen.
Denn das Arbeitszimmer ist immer noch nicht fertig, der Inhalt verteilt sich auf Keller und Wohnzimmer, das Mobiliar ist eingelagert, noch in Kartons, wird aufgearbeitet oder muss noch gekauft werden, die Wände sind noch zu tapezieren, der Teppich muss dringend ausgeklopft werden (nie, nie eine Wand rausreißen, bevor man den Teppich herausnimmt) und und und. Und so sind meine Gedanken auch noch ein wenig unaufgeräumt.
Der Hund versucht sich heimlich mit ins Schlafzimmer zu schleichen, weil ihm das mit den Kisten und den vielen Geräuschen wohl unheimlich ist- schließlich ist man mit 14 Jahren schon an allerlei Umzüge gewohnt, und auch mit den Spaziergängen ist es im Moment weniger geworden. Denn irgendwie fehlt Kraft...
Meine neuen Tapeten liegen nun im Arbeitszimmer, drei Wände dürfen heute tapeziert werden, mein Schreibtisch muss neu lackiert werden, und ich plane den Teppich mal so richtig einzuseifen und auszusaugen.
Und irgendwie werde ich dabei an meine Texte denken... und an allerlei Bewerbungen in den nächsten drei Wochen. Denn das klappt nur mit den Unterlagen. Und die sind irgendwie in den Kisten ein wenig verschollen.

Dienstag, 28. Juli 2009

Bearbeitungsfenster

Seit es das Arbeitsamt nicht mehr gibt und die gleiche Sache nun "Agentur für Arbeit" heißt, hat sich alles geändert und ist doch irgendwie gleich geblieben. Während die Beamten früher einfach keine Gespräche entgegennahmen und eine Telefonistin lange Zettel ausgefüllt hat, gibt es heute ein zentrales Callcenter, indem die Nachrichten entgegen genommen werden. Früher hat es bis zu zwei Tage gedauert, bis sich dann der Beamte gemeldet hat. Heute gibt es ein Bearbeitungsfenster von zwei Tagen- übrigens auch bei E-Mails, die ebenfalls vom zentralen Callcenter bearbeitet werden. Als ich vor dreizehn Jahren ein Formular benötigte, bekam ich vom Mitarbeiter eines, indem er schon ein Kreuzchen gemacht hatte. Nur leider das falsche, so dass ich alles wegen dieses Kreuzchens noch einmal ausfüllen sollte. Heute ist das anders. Heute ist der zuständige Mitarbeiter nur dann zuständig, wenn man die richtige Nummer hat. Sonst ist niemand zuständig und die Formulare, das ist immer noch das gleiche. Warum ich das alles schreibe: Einen Ort Arbeitsamt oder "Agentur für Arbeit" zu nennen, indem Arbeitslosigkeit zum größten Teil verwaltet wird, ist eine wunderbare Form von Euphemismus. Vor allem ist der Euphemismus großartig, wenn die Angestellten dort ebenfalls ihre Arbeitszeit so verwalten wie die Arbeit.
Aber das wichtigste ist etwas anderes: Solange es Beamte gibt, wird es immer ein wenig gleich bleiben, in allen Behörden dieser Art. Und auch unangenehme Konstanten sind konstanten, während sich alles ändert. Und nur dort sind E-Mails genauso langsam wie die normale Post. Und die Scheiben der "Agentur für Arbeit" bestehen aus Bearbeitungsfenstern.

Nachtrag: Natürlich hat sich einiges an der Situation geändert: Das zentrale Kundencenter der "Agentur für Arbeit" wird anscheinend nicht über den Urlaub von Mitarbeitern vor Ort informiert--- und wenn das Bearbeitungsfenster zu ist, dann muss man etwas ganz neues tun. Warten. Nachfragen bei der Agentur vor Ort finden nicht statt, warum denn auch. Dazu gibt es Bearbeitungsfenster, s.o.
Aaaber mit drei aaa: Vor Ort gab es dann zwar kurze Diskussionen, wer möglicherweise zuständig ist. Dann ging es aber ganz anders als erwartet. Zuerst wurde kompetent die Situation klar gestellt, die dadurch entstandenen Probleme bewertet und eine für alle Seite gelungene Lösung vorgeschlagen: Innerhalb von einem Tag würde der Mitarbeiter mehrere Gespräche führen, Dinge klären und uns seine "Lösung" unterbreiten. Vielleicht hat sich doch einiges geändert und nur das mit den Call-centern funktioniert noch nicht richtig.

Sonntag, 26. Juli 2009

Eine ganze Menge Veränderungen

Zwei Tage nach meinem Uniabschluss bin ich in Urlaub gefahren, nach Schottland natürlich. O.k., auf den Hebriden und den Orkneyinseln waren wir auch, und irgendwie sind beide Inseln für mich ein wenig anders. Danach haben meine Freundin und Ich begonnen meine Wohnung Stück für Stück leerzuräumen, in der ich die letzten fünfzehn Jahre gewohnt habe. Eine Menge Erinnerungsarbeit, während wir parallel die Wohnung meiner Freundin renoviert haben. Denn unglaublich viele Erinnerungen werden mit den Jahren an Gegenstände und Orte gebunden und müsse für einen Umzug herausgelöst und wieder mobil werden.
Zudem weiß ich nun wie ein Badezimmer entkernt wird bis hin zu den Grundmauern und wie man dann Schritt für Schritt ein solches Zimmer wieder entstehen lässt. Nun, ein Handwerker bin ich dabei nicht geworden, sondern habe mir ständig den Kopf angeschlagen und die einfachen Arbeiten übernommen. Aber ich habe schon vieles gelernt. Vorgestern habe ich die alte Wohnung abgegeben und wohne nun in einer fortgeschrittenen Baustelle...
Nun, da auch mein Arbeitszimmer noch eine Baustelle ist, konnte ich bisher nicht meine Gedanken neu am Computer ordnen, bzw. nicht einmal neben den Renovierungsarbeiten schreiben, weil irgendwie alles noch mit Sachen vollgestellt ist und kaum Raum für irgendetwas bleibt.
Aber ein paar Gedanken führen schon wieder in die Texte.... nur die Zeit, die Zeit.

Freitag, 17. Juli 2009

Ideen der anderen - Krieg um das Copyright

Am 30.06 ist in der Zeit der Artikel "Ideen der anderen - Krieg um das Copyright" in der Zeit erschienen, in dem es um den Satz von Mark Getty aus dem Jahr 2000 geht:"Intellektuelles Eigentum ist das Öl des 21. Jh." Mark Getty hat 1995 die Bildagentur "Getty Images" gegründet, die über die zweitgrößte Sammlung von Bildern, Illustrationen und Filmaufnahmen verfügt und diese gegen Gebühr ihren Kunden zur Verfügung stellt. Damit steht er auf der Seite einer ganzen Industrie, die mit den Ideen anderer Geld verdient. Auf der anderen Seite stehen die Internetnutzer, die sich aus dem Netz kostenlos die Dinge herunterladen, die die Rechteverwalter für ihre Aktionäre, die Angestellten und auch die Künstler verwalten und zwar in dieser Reihenfolge.
Der Verweis auf das Öl und das 20. Jh. macht letztlich schon die Interessenlage und Grundidee der Verwertungsindustrie klar, siehe Daniel Yergins Pulitzerpreis gekröntes Buch "Der Preis. Die Jagd nach Öl und Macht." Über den exklusiven Zugang zum "Rohstoff" wird eine Verwertungskette entwickelt, die gezielt einen Maximum an Profit bei überschaubaren Kosten immer wieder neu generiert und wo die Kosten über eine möglichst effektive Kontrolle über Produktion, Wissen und allerlei anderen Wegen klein gehalten werden. Dieses Modell hängt vom exklusiven Zugang und einem Nachfragemarkt ab. Das Problem Getty und der Verwertungsindustrie ist, dass der exklusive Zugang durch die Digitalisierung und Komprimierung nicht mehr vorhanden ist und der Markt z.B, der Musikindustrie somit eingebrochen ist und andere Märkte drohen einzubrechen.
Die "Internetpiraten" haben Zugang zu den "Rohstoffen" und können die Orginale nahezu unbegrenzt dublizieren. Da die Verwertungsindustrie ihnen anfänglich kein Bezahlmodell mit den gleichen Möglichkeiten angeboten haben, wurde aus einer Einzelbewegung eine Massenbewegung, die durch Gemeinschaftsmodelle wie Wikipedie, durch open-source und andere Vorstellungen auch eine ideologische Grundbasis bekommen und durch bestimmte neue technische Möglichkeiten auch neue Kunstformen entwickelt hat. In ihren Augen geht es beim Urheberrecht nicht um die Künstler, sondern um die Verwerter- und die sind in ihrer Vorstellung im Internetzeitalter überflüssig. In ihrer Argumentation ist kein Raum für die Künstler, weil sie davon ausgehen, dass diese schon jetzt schlecht bezahlt sind und auch ohne Urheberrecht irgendwie überleben werden, vielleicht mit Stipendien oder ähnlichem.

Die Künstler selber stehen irgendwo zwischen beiden Seiten, denn irgendwie geht es in der Diskussion eben um die Verwertungsmodelle, nicht um die Künstler selber. Sie werden letztlich nur unter den Entscheidungen leiden, weil die Verwerter weniger Geld einnehmen werden und die neuen Modelle der anderen Seite zum Verdient diese Verluste bei weitem nicht decken werden. Irgendwann wird ein Modell gefunden werden, das letztlich einen Ausgleich zwischen Verwertern und "Internetpiraten" herstellen wird, nur die Künstler werden wie immer am Ende die Entscheidung mitgeteilt bekommen, wie auch beim Google-settlement, wenn es nicht gelingt sich als Künstler mit eigenen Vorstellungen in die Diskussion einzubringen, ob nun über Einzelpersonen oder Künstlervertreter.
Im Moment scheinen die großen Künstlervertretungen wie die PEN, der Verband deutscher Schriftsteller und andere leider selber keine Antworten oder Ideen zu haben.

Denkzettel

Ich glaube nur Schriftstellern fällt der Himmel auf den Kopf, wenn sie nicht schreiben. Vor ein paar Wochen habe ich mein gutes Geschirr gespült und beim abtrocknen die elementare Physik und die Erdanziehung vergessen. Wodurch ich nun nur noch Geschirr für zwei Personen und drei Tage habe. Vor einer Woche habe ich bei lieben Freunden einen Kaffee getrunken, bevor es begann. Erst einen Bratpfannendeckel, dann eine Schüssel, und ich musste zwei, drei Schritte mit ziemlich weichen Knien machen. Und nicht einmal der Cappuchino hat wirklich geholfen.
Gestern hat meine Freundin dann meinen Bestand an Geschirr deutlich vor dem spülen reduziert, bevor ich im Gegenzug meine Elektronikabteilung aus dem oberen Regal mit dem Kopf davor bewahrt habe, auf den Boden zu prallen. Nun habe ich zwei Hörner, ungleichmäßig über meinen dicken Schädel verteilt, einen blauen Fleck in der Nähe vom Cappuchinotrinken, kaum noch Geschirr, und das Gefühl unbedingt wieder schreiben zu müssen. Denn dann passiert mir so etwas nicht, und mein Kopf schmerzt vom Denken, und nicht vom Dinge darauf fallen lassen.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Leipziger Textmanufaktur- Literarisches Schreiben in zwei Tagen

Heute ist in der Zeit der Artikel "Literarisches Leben. Erst hinsehen, dann schreiben" von Martin Brinkmann erschienen, in dem es um die Leipziger Textmanufaktur geht. Dort bietet der Schriftsteller André Hille mit einem ziemlich reichen Bestand an Seminarleitern wie Feridun Zaimoglu, Wladimir Kaminer und vielen anderen deutschen Schriftstellern und Lektoren eine Vielzahl von Kursen an, siehe hier das Programm fürs 2. Halbjahr 2009.

Dienstag, 14. Juli 2009

Plotten, die x-te

Vielleicht habe ich beim Plotten bisher immer einen entscheidenden Fehler gemacht: Ich habe eine Geschichte um eine unfertige Figur entwickelt und mit jedem Entwicklung der Figur ist mir die Geschichte verloren gegangen.
Deshalb versuche ich es gerade mit dem Plotten noch einmal: Diesmal habe ich mir die Figuren über einige Seiten und Ideen schon erschrieben und mich über eine längere Phase mit diesen Figuren und dem Hintergrund beschäftigt. Um drei Protagonisten und ihre Handlungen (sowie einer Haupthandlung) habe ich eine breite Palette von Nebenhandlungen und Nebenfiguren gruppiert, die letztlich die Hauptperspektive und Hauptgeschichte unterbrechen, weiterführen, ergänzen oder konterkarieren sollen, nur muss ich noch drei, vier Figuren weiter ausarbeiten und die Handlungen langsam aufbauen und spannungstechnisch abgleichen.
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das so funktionieren wird und ich diesmal etwas schneller schreiben kann. Aber es ist einen Versuch wert- und Spaß macht es auch.

Montag, 13. Juli 2009

Lange Zeit der Dürre

Nach fünfzehn Jahren ziehe ich gerade aus meiner Wohnung aus... und das nimmt mich schon ein wenig mit, nicht nur wegen dem Umzug und gerade akuten Renovierungen. Denn ich bin schon ziemlich ortsgebunden, ehrlich gesagt, und habe mich in meinem kleinen Teil der Welt ziemlich eingelebt- die Menschen, die Geschäfte und vieles mehr. Irgendwie habe ich mich auch in mein Leben als Student einordnet. Und nun ziehe ich aus diesem Leben aus, mit dem Studienabschluss und meinem Umzug.
Ich habe die Entscheidung schon vor vielen Monaten getroffen und auch wenn ich gerade etwas wehmütig bin, freue ich mich auch auf das Neue, das danach. Nur das mit dem Schreiben ist immer noch schwierig. Denn meine Wohnung ist schon weitgehend leer geräumt, die neue "Wohnung" muss noch zu Ende renoviert und aufgeräumt werden und es gibt jede Menge Papierkram.
Da ist das mit dem Schreiben irgendwie wieder mal nach hinten gerutscht, leider. Und gerade tauchen die nächsten Aufgaben auf, die mir wieder die Zeit für das Schreiben stehlen werden. Das Leben und das Schreiben passt halt nicht immer zusammen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Didaktik des literarischen Schreibens (Teil 6)

Wir alle werden in eine Kultur der Bücher hineingeboren, hinerzogen zu den Büchern und werden Teil dieser Bücherkultur. Aber während die meisten Menschen in ihrem Leben auf dem Wissen und den Werken der großen Autoren und Schriftsteller vor ihnen ruhen, ist es die Aufgabe von Schriftstellern dieses Wissen aufzunehmen, es zu erweitern und es zu vermitteln, immer wieder neu anders, in jedem neuen Werk. Diesen Vorgang hat Michel Foucault als Diskurstheorie bezeichnet.
In einer Didaktik des literarischen Schreibens muss es also immer darum gehen, einen Schriftsteller aus einem passiven Mitglied einer Bücherkultur zu einem aktiven, mitgestaltenden Teil dieser Kultur zu entwickeln- und ihn dabei in literarische Traditionen, in Vorbilder, Vorstellungen und Theorien einzuführen, im ein Bewusstsein für literarische Entwicklungen und literarisches Handwerk zu vermitteln, das eben eng mit all diesem verbunden ist, und ihm Wege aufzuzeigen selber Teil der Schriftkultur zu werden.
Dabei geht es nicht darum kanonische Texte festzulegen, weil die Diskurse eben nicht auf solche Texte beschränkt ist, und es geht nicht darum eine Art Lehrplan festzulegen, weil jeder Schriftsteller eben durch die eigene Wahl der Lektüre über seinen literarischen Weg entscheidet. Das bedeutet aber nicht, dass die Lektüre willkürlich ist, denn es gibt gelungene und misslungene Texte, aus denen besonders viel zu lernen ist, und Meisterwerke, die für das Lernen nicht so geeignet sind.
Dabei ist es wichtig Grundlagen und Begrifflichkeiten zu vermitteln, um einen eigenen Zugang zu diesen Werken zu finden und diese für sich begreifen zu können- ob nun mit literaturwissenschaftlichen oder nicht literaturwissenschaftlichen Begrifflichkeiten ist nicht entscheidend. Es ist nicht einmal entscheidend, ob der Zugang eher analytisch oder intuitiv ist. Wichtig ist aus einem Text die entscheidenden Verweise auf Diskurse und das Handwerk herauslösen und einordnen zu können. Denn nur was man benennen kann, mit der Sprache begreifen, versteht man. Die Aneignung von Kategorien und Begrifflichkeiten kann bei der richtigen (Selbst-)Anleitungen zu einer Selbstentdeckung beim Schreiben führen, über das Experiment und das Scheitern, über die Aneignung durch Eigengestaltung und Entwicklung, durch das geistige und schriftliche Nachvollziehen von den Leistungen und Ideen (und Theorien) der Vorgänger. Somit geht es nicht um das Lesen, sondern um das Verstehen- und es ist nicht die Menge oder Qualität der Bücher wichtig, sondern was aus diesen Bücher gelernt wird.
Eine Didaktik des literarischen Schreibens hat nicht die Aufgabe dies für einen Schriftsteller zu leisten, sondern ihm dabei zu unterstützen dies alles für sich zu entdecken.

Sonntag, 5. Juli 2009

"Kalix. Werwölfin aus London" von Martin Millar

Martin Millar erzählt in seinem Roman die Geschichte der Werwölfin Kalix MacRinnalch, die in London Unterschlupf bei zwei Moonglow und Daniel findet, weil ihre Brüder sie wegen eines Angriffs auf den Vater verfolgen, Werwolfjäger hinter ihr her sind und ihr Liebster Gareth verbannt- ein "Lonely Werewolf Girl", die zudem ein bisschen Anpassungsschwierigkeiten hat und ein wenig Laudanum süchtig ist.
Und wie immer bei Martin Millar gibt es noch viele weitere Geschichten und Perspektiven: ob es nun um Kalixs Schwester Thrix, eine Modedesignerin und ihre Datingprobleme geht, um die Hyasatas Malveria (ein Feuergeist), die von Mode bessessen ist und im Modekampf mit anderen Hyastaköniginnen und Herzögen, um deren etwas aus der Art geschlagene Adoptivtochter, die beiden Menschen, die Kalix aufnehmen, den Kampf im MacRinnalchclan um die Vorherrschaft des Clans, um zwei Werwolfmusikerinnen im Drogenrausch und unendlich viel mehr. Wie immer sind die Ebenen der Geschichte wild durchgemischt, ein wenig Humor, ein wenig über Musikerleben und seltsame Wohngemeinschaften, dazu noch unendlich viel über schottische Geschichte in einer gewerwolften Abwandlung, etwas über Mißverständnisse und wirkliches Leben.
Das hört sich alles nach einem ungewöhnlichen Roman über Werwölfe aus, in einer Zeit, wo unendlich viele Romane zu dem Thema veröffentlicht werden. Das ist es auch, aber hat mit dem engen Genre nur bedingt etwas zu tun. Denn wie auch bei "Die Elfen von New York" ist es eine Geschichte über das Leben, über Schwierigkeiten, Selbstfindung, Coming-of-age, um Punkmusik, Modefanatismus, über Rivalität zwischen Geschwistern, Liebe, Familie, um kleine Flüche und über schottische Geschichte- nebenbei natürlich auch um Werwölfe, Feen und allerlei seltsames. Seine Romane als "Kultroman" zu bezeichnen, deutet übrigens an, dass es wirklich schwer ist seine Romane einzuordnen. Oder anders formuliert: Popliteratur ohne die ständige Selbstbeobachtung, sondern als Sittenbild einer ganzen recht seltsamen Gruppe von Menschen, die alle auf unterschiedliche Weise ihren Platz im Leben finden müssen.
Insgesamt ist es eine herrlich skurriler Roman, wunderbar anders, und wenn auch nicht vielleicht "Die Elfen von New York" als mein persönlicher Lieblingsroman, sicherlich ein wunderbarer Roman

Samstag, 4. Juli 2009

Zurück aus Schottland

Nach zwei wunderbaren Wochen in Schottland habe ich heute wieder deutschen Boden erreicht und freue mich auf ein gemütliches Bett und dann darauf, euch von den zwei Wochen (nur eine Stunde Regen insgesamt) Urlaub, vielen interessanten Begegnungen und mehr zu erzählen.
Natürlich warten meine Texte und Ideen auf mich, schon ziemlich lange, ehrlich gesagt, und ich freue mich wahnsinnig einige neue Ideen, einige Eindrücke wieder in Texte zu fassen. Und ja, ein paar andere Dinge warten da auch noch auf mich...