Dienstag, 1. Mai 2007

Auffächern der Gedanken... April 2007

Ich habe die zwanzig Seiten gehalten, über zwei Februarwochen April, über vier Märzwochen, zwei Aprilwochen und das Schreiben hat mich immer weiter getragen. Auf immerhin 320 Seiten. Dabei ist es gar nicht so wichtig, was davon bleibt. Weil bei diesem Ausstoß auch Verluste drin sind. Und hey, mit Seitenverluste kenne ich mich nun wirklich aus.
Die Zweifel sind noch da, aber sie haben sich verwandelt. Ich zweifele nicht mehr an mir oder diesem Romanmanuskript, sondern nur in Details an der Ausgestaltung. Ich glaube zum ersten Mal, dass dieser Romanmanuskript es sein könnte, es sein wird. Mein erster wirklicher Roman. Und das Gefühl kann ich gar nicht beschreiben. Es ist das Gefühl endlich an einem Ort angekommen zu sein, nach einer langen Reise, und dann zu wissen, dass man sich nur einen Moment erholen muss. Weil es die Reise war, die wichtig ist. Andere Orten zu sehen, in Hinterhöfe hineinzuschnuppern, in verlassenen Häusern zu übernachten, so vieles.
So langsam entdecke ich wirklich, was ich will. Und das ist ein gutes Gefühl.

Und bevor sich das alles zu positiv anhört, und gar nicht mehr nach mir, ich habe eine Rückmeldung bekommen, die mein Manuskript umwerfen wird.
Schon seit längerer Zeit sagt mir mein Autorenpartner, dass mein Text einfach zu lang ist, als nicht konzentriert, manchmal umständlich, viele Handlungen wirken künstlich gedehnt. Und jetzt erst habe ich es verstanden, nachdem ich zwei Rückmeldungen von lieben Kollegen bekommen habe.
Vielleicht habe ich die leisen Kommentare nicht verstanden, vielleicht brauche ich mehr, vielleicht musste ich es erst wirklich verstehen. Keine Ahnung. Aber nun ist klar, dass ich den Roman durchkürzen muss. Und zwar massiv. Vielleicht 25%. Aber es ist in Ordnung.