Samstag, 1. Juli 2006

Flucht in Kurzgeschichten... Juni 2006

Kurzgeschichten sind wie Schokolade. Manchmal muss ich einfach ein wenig naschen.... Aber ich esse dann die gesamte Schokolade.
Mitte letzten Monate habe ich eine Kurzgeschichte gefunden, oder sie hat mich gefunden. Thema Amoklauf. Aber weil ich bin, wer ich bin, interessiert mich nicht so sehr der Amoklauf selber, sondern eher die Folgen für eine Familie. Und so habe ich angefangen, und von den geplanten fünf Seiten bin ich rasch auf fast fünfundzwanzig Seiten gekommen. Dafür ist diese Geschichte genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Ich habe nur den Spannungsaufbau ändern müssen... Wieder einmal. Und den Amoklauf aus Logikgründen vor die Geschichte stellen müssen.
Und ich habe für den "Open Mike" in Berlin eine Geschichte geschrieben, wieder mal Nazizeit. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das in Sippenhaft genommen wird. Schöne Geschichte:
"Nur aus Respekt für seine Frau duldete mein Ziehvater Jesus Christus zwei Handbreit unter dem Bild des Führers."
Was für ein erster Satz. Und klar, beide Geschichten sind aus mir herausgeflossen, hintereinander, Seitenzahl egal. Und irgendwann waren sie fertig, ich fertig, und mein Magen mit Kurzgeschichten vollgeschlagen.