Samstag, 31. Dezember 2005

Autorenpartner... Dezember 2005

Ich habe mit Stefan Fischer einen Autorenpartner. Was letztlich nichts anderes bedeutet, dass er jeden meiner Texte als erster lesen darf, egal ob der Text fertig oder unfertig ist, und ich jeden seiner Texte. Und wir über das Gute und Schlechte reden, über die Möglichkeiten, oft auch theoretische Dinge über das Schreiben austauschen. Und Freunde sind wir auch längst geworden, richtig gute Freunde.
Und ja, wir streiten uns auch. Weil wir seit zwei Jahren aneinander wachsen, miteinander wachsen und gelegentlich auch an dem anderen vorbei. Ich habe sehr sehr viel von ihm gelernt, weil gerade unsere Diskussionen mir meine Grenzen aufzeigen, und auch oft, dass da gar keine Grenze ist. Und natürlich muss ich begründen, warum ich bestimmte Dinge so getan habe. Hilft enorm um über den eigenen Text nachzudenken, genau wie es sehr wichtig ist begründen zu können, warum etwas in seinen Texten nicht so funktioniert. Und das führt schon einmal zu Streit, wenn einer nicht hören möchte, was der andere zu sagen hat. Aber nur Ehrlichkeit funktioniert, wenn man so eng zusammenarbeitet. Und eng bedeutet, dass wir fast jeden Tag über die Texte, das Handwerkszeug, die Frustrationen reden, und auch über die Glücksgefühle.
Denn wir sind beide in dieser Autorenpartnerschaft bessere Autoren geworden, und viel näher an unser Ziel herangekommen, einmal auf bessere veröffentlichte Autoren zu werden.

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Was fehlt? November 2005

Mist. Gerade hat sich der Roman aus seinem Anfang entwickelt, und ich habe die Grundhandlung aufgebaut, und dann fehlt etwas. So vom Gefühl her.
Und wie es immer ist, bei Gefühlen, kann ich es nicht genau benennen. Irgendetwas fehlt. Als ich den Roman begonnen habe, habe ich genau gewusst, was ich schreiben wollte. Aber nun lese und lese ich mein Manuskript, und es fehlt etwas.
Und dann, nach einigen Tagen, weiß ich es. Ich habe zu wenig Handlung. Der szenische Ausbau des Romans führt dazu, dass ich sehr lange Szenen habe, aber die Handlung einfach nicht in Bewegung kommt. Also versuche ich die Szenen auf verschiedenen Ebenen neben der Handlung miteinander zu verbinden, indem ich auf bestimmte Themen zurückgreife, bestimmte Dinge wie Details und ähnliches immer wieder aufgreife.
Und ich versuche neue (aber in der Planung vorgesehene) Handlungen in den Roman zu integrieren. Das klappt eigentlich ganz gut, weil diese Handlungen schon in der Planungsphase da waren, ich sie aber bisher nicht in den Roman eingearbeitet habe. Aber dadurch wird die Haupthandlung auch nicht schneller. Nochmals Mist.