Dienstag, 1. November 2005

Frankfurter Buchmesse... Oktober 2005

Inzwischen ist der Roman auf knapp 60 Seiten angewachsen, und bisher erscheint mir alles recht harmonisch.
Voller Überschwang, mit einem Rucksack voller Manuskriptseiten, bin ich dann zur Frankfurter Buchmesse gefahren, um dort entweder als verkanntes Genie oder bald gefeierter Autor Kontakt zu Agenten und Verlagen aufzunehmen. Einen halben Tag später war ich dann nur noch ein Idiot, der wie Tausende anderer Autoren die armen Verlagsangestellten mit seinen Texten belästigen wollte, oder der am bewachten Eingang zu den Agenten gescheitert ist.
Dafür habe ich dann beim Montsegur Stammtisch einige nette Kollegen aus dem Montsegurforum getroffen und mich nett unterhalten. Ich war ein Idiot, die anderen hatten dort Termine.
Auf der Rückfahrt habe ich dann noch eine Kritik zu meinem Roman bekommen, die mir ziemlich unter die Gürtelrose gegangen ist. Mein Beifahrer teilte mir mit, dass mein Roman unsterblich langweilig, langatmig und im Prinzip überflüssig ist. Er würde generell lieber narrative/erzählende Texte lesen, und ich würde so unendlich lange Szenen schreiben.
Am Abend war ich dann wirklich bedient. Auf der Buchmesse zum Idioten geworden, auf der Rückfahrt sind dann auch noch die Hoffnung geplatzt, dass mein Manuskript das erste sein könnte, dass jemand gefällt. Und dieser Person sollte der Text unbedingt gefallen.