Samstag, 1. Oktober 2005

Das Angebot... September 2005

Die Arbeit an meinem Roman ist in den letzten Tagen ein wenig liegen geblieben. Weil ich ein Angebot bekommen habe einen Roman auszuschreiben, also ein fertiges Exposée auszuformulieren, für das es bereits einen Agenten und einen Verlag gibt. Eigentlich ein wunderbares Angebot, sozusagen eine Abkürzung auf meinem Weg zum veröffentlichten Autoren.
Also habe ich mich voller Energie an die Arbeit gemacht dieses Exposée gedanklich auszugestalten, mit meinen eigenen Ideen und Vorstellungen auszuführen. Obwohl ich noch nie einen Text nach einem Exposée geschrieben habe. Und mich das als intuitiver Schreiber schon ziemlich nervös macht.
Und was ist passiert. Ich habe einige Seiten geschrieben. Nur leider war das Exposée viel besser, als alle Seiten, die ich geschrieben habe. Weil ich nie in das Genre des Exposée hinein gefunden habe, und alle Versuche einen Anfang zu finden dazu geführt haben, dass mich der feststehende Anschluß nervös gemacht hat.
Vielleicht bin ich zu perfektionistisch, weil für mich jede fertige Szene erst einmal vollständig ausformuliert werden muss, damit ich eine Vorstellung bekomme, wie es weitergehen wird.
Vielleicht war es das falsche Genre. Am Exposée lag es sicher nicht.
Letztlich ist es aber vor allem, dass ich einfach den Raum brauche flexibel auf die Figuren und die Handlung zu reagieren, ohne mich durch ein Exposée zu sehr zu binden. Ich bin halt ein intuitiver Schreiber. Mist.
Also musste ich nach 25 Seiten absagen, und war schon ziemlich frustriert.