Donnerstag, 1. September 2005

Neuanfang... August 2005

Wochenlang habe ich überlegt, wie ich das Problem mit meinem Roman in den Griff bekomme, ohne neu anzufangen. Und habe überarbeitet, gelöscht und den Text verändert. Aber ich bin nicht um einen kompletten Neustart drumrum gekommen.

In meinem Zimmer riecht es streng, als ich aufwache. Wobei streng das falsche Wort ist. Eigentlich riecht es männlich, was für mich fast das gleiche ist. Ein Geruch, als hätte Paddington wieder mal nicht den Weg auf sein Katzenklo gefunden.Für einen Moment überlege ich wirklich meinen Hintern aus den Bettlaken zu schieben, und diesem Geruch nachzugehen. Aufzustehen, zu einem neuen Tag. Aber ich rutsche nur zum Rand, nehme die Bettdecke mit, lasse die Füße baumeln. Ein Blick auf die impressionistische Sonne auf meinen ungeputzten Fenstern. Einer auf den Wecker auf dem Nachttisch, mit der surrealen Uhrzeit 9.05. Viel zu früh, eigentlich.

Wie immer bei meinen Texten habe ich länger für den ersten Satz/Abschnitt gebraucht, als für das erste Kapitel. Weil der erste Satz/Abschnitt letztlich eine Vorschau über den Roman bildet und eine Einführung in Tempo und Stimmung ist. Deshalb brauche ich Stunden, Tage und manchmal Wochen um einen ersten Satz zu finden.
Diesmal fange ich auch nicht mit Benedikt an, seine Rolle in dem Roman ist deutlich zusammengeschrumpft. Aus einer wichtigen Figur ist ein zu erwähnender geworden, eine Randfigur. Dafür ist eine neue Figur in die Handlung gekommen. Der beste Freund. Ich weiß, dass ist inzwischen bei vielen Roman mit einer weiblichen Hauptperson so, dass der beste Freund eine wichtige Rolle spielt. Aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Was mir deutlich auffällt, ist das der Roman ganz anders beginnt, als der letzte. Ich habe mutig beschlossen es einmal mit einem Roman zu versuchen, der weitgehend auf narrative/ erzählende Passagen verzichtet. Das das vielleicht wieder einmal in eine Katastrophe führen könnte, das habe ich zwar geahnt. Aber halt nur geahnt. Und beschlossen es trotzdem zu versuchen.
Und es geht relativ heftig los, irgendwie besser als mit dem ersten Versuch, wo ich nach jeder Szene nachdenken musste. Hier kommt vieles von selber, vieles entwickelt sich sehr logisch aus den vorherigen Szenen. Ein Anfang ist (erneut) gemacht.